Ernst Hirsch
Regiekameramann

Ernst Hirsch bei Dreharbeiten vor dem Altar der Frauenkirche 2005
Ernst Hirsch wird am 13. Juli 1936 in Dresden geboren. Den Untergang seiner Heimatstadt erlebt er als Neunjähriger. Seinen ersten Film dreht Ernst Hirsch 1953 gemeinsam mit dem späteren DEFA-Regisseur Hermann Zschoche über Schloss Pillnitz. Mit seiner Kamera fängt er bis 1968 aktuelle Begebenheiten und Ereignisse in Dresden und Umgebung ein. So entstehen mehr als 3000 Filmbeiträge für das damals neue Medium Fernsehen.
Später dreht Hirsch als Freiberufler mit eigenem Studio Werbefilme, Dokumentarfilme und Städteporträts für das Fernsehen und die DEFA. Dabei spezialisiert er sich auf Filme über die Schätze der Dresdner Kunstsammlungen. Parallel sammelt er historische Filmzeugnisse vom alten Dresden.
1990 beginnt eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Regisseur Peter Schamoni in München, für dessen Dokumentarfilme über Max Ernst sowie Niki de Saint Phalle und Kaiser Wilhelm II. Hirsch hinter der Kamera steht. In der Frauenkirche getauft, dokumentiert Ernst Hirsch mit der Kamera deren Wiederaufbau bis zur Weihe im Oktober 2005. Sieben Videofolgen hat Hirsch aus dem auf über fünfhundert Stunden angewachsenen Frauenkirchen-Material veröffentlicht.
In den vergangenen Jahren dreht er Filme über die Reise Ludwig Richters nach Italien, über Johann Wolfgang von Goethe in der Schweiz, über den Photopionier Hermann Krone. Für interessierte Dresdner und Cineasten hat er Filme aus seinem Archiv restauriert, kommentiert und auf DVD veröffentlicht.
Ernst Hirsch ist Mitglied im Landesverein Sächsischer Heimatschutz, im Filmverband Sachsen und wurde 2005 in die Sächsische Akademie der Künste berufen.
Gemeinsam mit seiner Frau Cornelia wohnt der in Dresden-Bühlau, wo sich auch das Studio von Hirsch-Film befindet, in dem er gemeinsam mit Sohn Konrad seine Filmprojekte realisiert.